Jahresbericht des Vorsitzenden des NABU Wetterau für das Geschäftsjahr 2012

Der Mitgliederbestand betrug am 1.01.2012, 2.826 Personen, am 31.12.2012 gehörten unserem Verband 4.614 Mitglieder an. Diese äußerst positive Entwicklung ist natürlich zum Einen der professionellen Mitgliederwerbung durch den Landesverband zu verdanken. Es ist aber auch hervorzuheben, dass zwei unserer Gruppen hessenweit, aber auch im gesamten Bundesgebiet zu den Spitzenreitern gehören, was die verbandseigene Werbung betrifft. Es ist zum Einen die NABU Umweltwerkstatt Wetterau und zum anderen die Gruppe Bingenheim, denen ich auf diesem Weg ganz herzlich gratulieren möchte. Dadurch zeigt sich, dass unser Verband ein sehr positives Image besitzt, das wir  uns alle zu Nutzen machen sollten!

Im Geschäftsjahr 2012 trafen wir uns wieder zu 10 Vorstandssitzungen, von denen 8 in unserer Geschäftsstelle, im Alten Rathaus, hier in Assenheim, und 2 in Hirzenhain stattfanden. Wir würden uns freuen, wenn wir von Euch die eine oder andere Einladung erhalten würden, um so unsere Sitzungen auf das gesamte Kreisgebiet verteilen zu können.

Am 24.01. waren wir zu Gast in Echzell, wo in der Geschäftsstelle der HGON die Verabschiedung des Kollegen Josef Tiefenbach vom aktiven Forstdienst stattfand. Josef beweist aber seither laufend, das er sich weiterhin, in vorzüglicher Art, dem Naturschutz verbunden fühlt.

Am Sonntag, den 11.03., war ich zu Gast in Bindsachsen, wo die Gruppe von Alfred Leiß das Programm für sein 50jähriges Bestehen vorstellte. Bitte besucht, wenn es irgend geht, die eine oder andere Veranstaltung, die Kollegen haben es sich verdient, und es lohnt sich sicherlich!

Bei unserer letzten Jahreshauptversammlung in Büdingen, beschäftigten wir uns unter anderem mit dem dortigen Schlosspark. Die Handlungen, oder besser die Untätigkeit, des dortigen Herrn Isenburg, beschäftigen immer noch die Medien. Die dortige Bürgerinitiative, zu der ich guten Kontakt habe, ist zu Recht bitter enttäuscht vom Fürstenhaus, aber auch die Verwaltung des Wetteraukreises, an der Spitze Herr Landrat Arnold, bekleckern sich hier wahrlich nicht mit Ruhm.

Am 23.03. begann, mit dem Stapellauf unseres Bibermobils, eine der erfreulichsten Erfolgsgeschichten des Wetterauer Naturschutzes. Im Bericht der Umweltwerkstatt hören wir davon sicher noch mehr.

Am 29.03. war ich zu Gast bei der Jahreshauptversammlung des NABU Gedern, wo es sehr positive Impulse, allen voran der neu gegründete Runde, grüne Tisch, zu beobachten gibt.

Mit der Jahreshauptversammlung in Bindsachsen, am 13.04. besuchte ich die 2. Veranstaltung dieser Art. Es ist immer wieder interessant für mich, auf diesem Weg Informationen über die Gruppen zu erhalten.

Am 14.04. durfte ich eine Kirche in BadVilbel als Dohlenquartier auszeichnen. Es ist erfreulich zu sehen, wie die dortige Kirchengemeinde um den Schutz unseres ehemaligen Vogel des Jahres, aber auch um die Fledermäuse bemüht ist.
Am 19.04. begann die Ausbildung unserer ersten Biber-Mobilisten, von deren Leistungen ich mich als Mit-Juror überzeugen durfte.

Am 21. und 22.04. beuchte ich den NABU Landesrat, die Zusammenkunft der Kreisvorsitzenden mit dem Landesverband in Bebra. 

Am 28.04. durfte ich in Kefenrod mehrere Auszeichnungen, im Rahmen des 40jährigen Vereinsjubiläums überreichen. Nochmals herzliche Gratulation an Kollege Wilhelm Breetz!

Am 2.05. prüften wir weitere Biber-Mobilisten in Assenheim.
Eine besondere Ehre wurde mir am 24.05. zuteil, als mein Wohnhaus von Adam Strecker, im Rahmen einer Vorstandssitzung als Fledermausfreundliches Haus ausgezeichnet wurde.

Der Festkommers der Natur- & Vogelschutzgruppe Hainchen, am 26.05. zeigte mir wieder einmal deutlich, dass viele Naturschutzgruppen, die sich nicht dem NABU anschließen, deutliche Überalterungstendenzen aufweisen. Es ist tatsächlich festzustellen, dass gerade bei jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürgern der NABU einen deutlichen besseren Ruf genießt, als die klassischen Natur- & Vogelschutzgruppen. Ausnahme sind die Naturfreunde Ober-Mockstadt.

Eine ganz besondere Ehre wurde uns vom 4. bis 6.05 zuteil, wo Frank-Uwe und ich zu Gast in Berlin, bei der Woche der Umwelt , im Schlosspark Belevue, bei Bundespräsident Gauck eingeladen waren. Dort wurde von Bundesumweltminister Altmeier das Bibermobil als UN-Dekade Projekt ausgezeichnet.

Am 9.07. startete in Assenheim die schon erwähnte Mitgliederwerbung durch die Firma WESSER. Auch wenn es hier zu einigen Unstimmigkeiten zwischen mir und dem Landesverband gekommen ist, kann diese Aktion als großer Erfolg verbucht werden. Insgesamt wurden auf diesem Weg 2.942 neue NABU-Mitglieder geworben. Dem stehen 1.672 selbst geworbene Mitglieder gegenüber. In beiden Kategorien sind wir damit der erfolgreichste Kreisverband Hessens.

Am 12.07. informierte ich mich in Schotten über geplante Windenergieanlagen. Gerade weil unser Landesverband erfolgreich gegen 3 Anlagen geklagt hatte, und deren Stilllegung erzwingen konnte, weil hier Planungsrecht und Naturschutzbelange grob missachtet worden waren, war es mir wichtig zu zeigen dass unser Verband nicht generell gegen den Bau solcher Anlagen ist. Wir sehen es aber als unsere Aufgabe an, Naturschutzfragen genau zu prüfen, bevor wir einem solchen Bauvorhaben zustimmen.

Am 20.09. besuchte ich ein Gewässerseminar in Merkenfritz, wo eine erfolgreiche Ranaturierung vorgestellt werden konnte, an der die Kollegen aus Gedern maßgeblich beteiligt waren.

Die Landesvertreterversammlung in Wetzlar, fand am 7.10. statt. Hier wurde ein Antrag der Gruppe Ober-Mörlen mehrheitlich abgelehnt, der eine Umverteilung der Beitragsanteile zum Ziel hatte.

Am 21.10. war ich zu Gast in Ober-Mörlen. Die dortige Gruppe, allen voran Robert Scheibel, haben mich als hervorragende Obstbaumspezialisten tief beeindruckt.

Gleich zweimal wurde das Bioenergiedorf Ortenberg-Bergheim ausgezeichnet. Zunächst am 1.11. in Bergheim, wo die Genossenschaft den Innovationspreis der OVAG erhalten hatte, und dann am 5.11. in Friedberg, wo man den Umweltschutzpreis des Wetteraukreises erhielt. Bei beiden Veranstaltungen wurde ich zu einem kurzen Grußwort gebeten, was sicherlich Wirkung hinterlassen hat. Außerdem wurde in Friedberg eine Belobigung des Kreises an Fred Nies vom NABU Ober-Lais überreicht. Auch ihm möchte ich auf diesem Weg nochmals meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen.

Am 19.11. war ich zu Gast beim NABU Altenstadt wo ein sehr beeindruckender Film über ehemalige Braunkohletagebaue in Ostdeutschland zu sehen war. Der Gedanke an einen gemeinsamen Ausflug dorthin sollte im Auge gehalten werden.

Im letzten Jahr richteten wir die gemeinsame Weihnachtsfeier mit der Umweltwerkstatt am 6.12. in Bingenheim aus. In diesem Zusammenhang geht mein großes Dankeschön an Karl Winter aus Altenstadt, der einen Großteil seiner beeindruckenden Büchersammlung verschenkt hat.

Zum Abschluss bedanke ich mich bei allen Vorstandskollegen, aber auch bei allen NABU Gruppen für die gute Zusammenarbeit. 

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Jürgen Faust
1. Vorsitzender